Pflanzenöle sind wertvolle Fette und sollen täglich, aber sparsam verzehrt werden. Sie unterscheiden sich im Geschmack, ihren Verwendungsmöglichkeiten für die Speisenzubereitung und ernährungsphysiologisch gesehen in ihrer Fettsäurezusammensetzung. Der Anteil der einzelnen Fettsäuren, auch Fettsäuremuster genannt, bestimmt den ernährungsphysiologischen Wert eines Öles. „Insbesondere Omega-3-Fettsäuren wirken ausgesprochen positiv und sollten mehr verzehrt werden, Omega-6-Fettsäuren dagegen weniger“, empfiehlt Petra Müller, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen.
Omega-3-Fettsäuren wie z.B. die Alpha-Linolensäure, Eicosapentaensäure (EPA) oder Docosahexaensäure (DHA) können den Blutcholesterinspiegel senken, wirken neutral bei entzündlichen Prozessen und positiv auf Blutdruck und Blutgerinnung. „Einen hohen Anteil dieser Fettsäuren haben Leinöl, Rapsöl, Olivenöl, Sojaöl, aber auch Kaltwasserfische wie Hering, Lachs, Makrele und Thunfisch oder Nüsse wie Walnüsse“, so die Expertin. Deshalb sind täglich 1 bis 2 Esslöffel dieser Öle plus zwei Mal wöchentlich fettreicher Fisch wünschenswert. Omega-6-Fettsäuren wie z.B. die Linolsäure können zwar auch den Blutcholesterinspiegel senken, fördern jedoch entzündliche Prozesse und sollten insgesamt weniger verzehrt werden. Enthalten sind sie insbesondere in Distelöl, Sonnenblumenöl und Keimölen.
Neben der Auswahl ist die richtige Lagerung von großer Bedeutung, da Öle anfällig für eine ungewünschte Oxidation sind. Speiseöle sollten deshalb immer dunkel und kühl (6 bis 10 Grad Celcius) gelagert werden. Angebrochene Flaschen gehören gut verschlossen in den Kühlschrank und sollten binnen 4 bis 8 Wochen verbraucht werden. Hier kann das Öl zwar fest werden oder ausflocken, doch das schadet nicht der Qualität und bei Zimmertemperatur wird es rasch wieder flüssig. Für den täglichen Gebrauch kann man auch eine kleine Menge abfüllen, dunkel stellen und vom Gebinde im Kühlschrank nachfüllen.
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Petra Müller
Tel. (0361) 555 14-0
p.mueller@vzth.de
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