Bei den Verbraucherzentralen ist ein heftiger Streit um die künftige Solarstromförderung entbrannt. Der Vorsitzende der Verbraucherzentrale Thüringen e.V., der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Gumprecht, wendet sich gegen eine Empfehlung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes e.V. (vzbv), die Vergütung für Solarstrom zum 1. Juli 2010 einmalig um durchschnittlich 30 Prozent zu kürzen. Laut Gumprecht missachtet der Bundesverband damit "Positionen der Mitgliederversammlung der Verbraucherzentralen von Anfang November". Gumprecht hat am Wochenende die Rückendeckung seines Landesvorstandes für diese Intervention erhalten.
Wie der Landesvorsitzende in einem Schreiben an den Bundesverband ausführt, "ist die vom vzbv in den letzten Monaten vertretene Position einer weiteren drastischen Senkung der Solarstromförderung um 30 Prozent nicht nachvollziehbar". Laut Gumprecht haben Bürgerinnen und Bürger sowohl ein Interesse an bürgerfreundlichen Energiepreisen, als auch daran, den Anteil der erneuerbaren Energien langfristig zu erhöhen. Zugleich gehe es auch um Planbarkeit und Nachhaltigkeit der Solarförderung. Die Hersteller von Photovoltaikanlagen, das Fachhandwerk, Hausbesitzer und andere Investoren müssten sich auf veränderte Bedingungen einstellen können.
Nach Ansicht des Politikers ist es grundsätzlich richtig, die Solarstromförderung allmählich zu reduzieren, nur dürfe dies nicht abrupt geschehen. In diesem Sinne habe am 2. November 2009 auch die Mitgliederversammlung entschieden. Selbst der Bund der Energieverbraucher hat sich nach Angaben Gumprechts gegen "unüberlegte Hau-Ruck-Aktionen" gewandt. "Niemand kann wollen, dass der in den vergangenen Jahren aufgebauten PV-Industrie das Wasser abgegraben wird", so Gumprecht abschließend.
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Christian Gumprecht, Vorstandsvorsitzender
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