"Der Laufbus hat Haltestellen und einen Fahrplan, genau wie ein richtiger Schulbus", erklärt Jana Severin, Umweltpädagogin der Verbraucherzentrale, das Projekt: "Die Routen und Zeiten legen die Eltern und Lehrer gemeinsam fest". Kinder, die den Schulweg zu Fuß zurücklegen, kommen zudem wacher und konzentrierter in der Schule an. Die wichtigsten Neuigkeiten können so schon vor Schulbeginn ausgetauscht werden.
Darüber hinaus ist der Laufbus auch ein wichtiger Beitrag zur Verkehrserziehung, denn viele Fähigkeiten, die für die Sicherheit im Straßenverkehr wichtig sind, können nicht aus Büchern gelernt werden. Kinder brauchen Erfahrung, um etwa die Geschwindigkeit von Autos richtig einzuschätzen und entscheiden zu können, wann und wo man eine Straße überqueren kann. Mit dem Laufbus sammeln Kinder diese Erfahrungen. Ein weiterer Aspekt: gerade auf kurzen Wegen unter fünf Kilometern lassen sich Autofahrten gut durch das Fahrrad oder zu Fuß ersetzen – das hält fit und schont die Umwelt. "Unser Mobilitätsverhalten wird schon in früher Kindheit geprägt, wer als Kind alle Wege mit dem Auto gefahren wird, nutzt auch später zuerst das Auto", erläutert Jana Severin.
Der Laufbus ist ein Projekt der Verbraucherzentrale Thüringen und des Verkehrsclubs Deutschland. Derzeit versendet die Verbraucherzentrale Briefe mit Informationsmaterial an die Thüringer Grundschulen, alle Informationen sind auch im Internet unter
www.thueringen.verbraucherfuersklima.de zu finden. Die Verbraucherzentrale unterstützt interessierte Grundschulen gern bei der Umsetzung des Projektes vor Ort, Details lassen sich unter Tel. 0361 555 14-27 oder unter klima@vzth.de erfragen. Für weitere Informationen:
Stefan Eisentraut, Leiter Klimaprojekt
Tel. 0361 55514-0
Jana Severin, Umweltpädagogin Klimaprojekt
Tel. 0361 55514-0
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