So kamen bei der Zusammenstellung von Wunschgerichten auch eher ungewohnte Kombinationen heraus wie Gnocchi mit Senfsoße oder Spirelli mit Ratatouillesoße und Rührei. Überraschend: obwohl die Kinder die freie Auswahl hatten, wählten weniger als zehn Schüler an den vier Messetagen Pizza und Pommes als warmes Essen. Am häufigsten wurden Nudel und Kartoffelgerichte kreiert. Reis als Beilage ist bei Kindern offenbar weniger beliebt. Das Gemüse wurde am ehesten als Salat ausgesucht, Renner war neben den Blattsalaten der Rote-Beete-Salat.
Wenn es darum geht wie sich die Schüler ihre Mittagspause wünschen, dann antworteten die meisten, sie hätten gern mehr Zeit zum Essen und der Raum sollte nicht so überfüllt sein. Viele schätzen die Mittagspause als Treffpunkt mit Freunden und zur Unterhaltung. Der Speiseraum sollte zudem bunter und ansprechender gestaltet sein, auch Hintergrundmusik wurde angesprochen. Besonders toll fänden die Schüler, wenn das Mittagessen vor Ort frisch gekocht würde, sie selbst kochen dürften oder es ein Büffet gäbe. Gründe, warum viele Schüler das Essen ablehnen sind, dass es "matschig" und zerkocht ist, schon erkaltet oder die Gerichte zum Teil sehr fettig/ölig sind.
Die zahlreichen Wünsche und Anregungen der Kinder in Sachen Schulessen zu realisieren wird nicht einfach sein. Viele Partner sind hier gefragt. Wenn es bspw. um die Gestaltung von Pausen- und Busfahrzeiten geht, sollten vor allem die Schulen und Schulträger gemeinsam agieren. Bei der Aus- und Umgestaltung von Speiseräumen können die Schulfördervereine, zusammen mit den Eltern aktiv werden. Auch im Rahmen von Schulprojekten oder im Kunstunterricht lassen sich viele Ideen entwickeln.
In puncto Selberkochen können sich Schulen im Rahmen des Wettbewerbes "Küchen für Deutschlands Schulen" bis zum 14. Oktober 2011 wieder um eine Schulküche bewerben. Informationen unter
www.in-form.de. Für weitere Informationen:
Alexandra Lienig (Projektleiterin Vernetzungsstelle Schulverpflegung)
Tel. 0361 55514-0
a.lienig@vzth.de
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung wurde im Rahmen der Kampagne "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung" eingerichtet. Träger ist in Thüringen die Verbraucherzentrale Thüringen. Sie steht allen an der Essenversorgung beteiligten Akteuren beratend zur Seite. Sie informiert und unterstützt Schulen und Anbieter bei der Umsetzung der Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Die Standards enthalten konkrete Anforderungen an die Speiseplangestaltung und empfohlene Nährstoffmengen. Dadurch können sie gut als Leitfaden für die Umsetzung eines vollwertigen Verpflegungsangebotes genutzt werden.
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