Eltern und Großeltern von Kleinkindern können sich anhand von Produktbeispielen informieren, welche Ersatzprodukte für Kuhmilch im Supermarkt angeboten werden und wie diese zu bewerten sind.
Eine Tischausstellung zeigt weiterhin, wieviel Fett sich in bestimmten Lebensmitteln versteckt. Außerdem liegen Ratgeber und Faltblätter für Verbraucherinnen und Verbraucher zur Selbstinformation bereit. Multiplikatoren können sich über geeignete Materialien für die Gestaltung des Schulunterrichts informieren.
Hintergrund: In den vergangenen Monaten sind immer wieder Produkte, die für Kleinkinder ausgelobt werden, in die Kritik von Wissenschaft und Verbraucherverbänden geraten. Junge Eltern wollen das Beste für ihr Kleinkind und scheuen weder Kosten noch Mühe, um die neue "Kindermilch" bzw. "Kleinkind-Milch" einzukaufen. Diese ist aber ganz anders zusammengesetzt als Kuhmilch, was zu einer unkontrollierten Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen beiträgt. Bei einem Marktcheck der Verbraucherzentrale Thüringen wurde zudem festgestellt, dass Kindermilch bis zu sechsmal teurer als normale Kuhmilch ist und keinerlei Vorteile bietet. Kleinkinder im Alter von 1-3 Jahren brauchen weder spezielle Kleinkinderlebensmittel, noch besondere "Kindermilch", sondern können ab dem 10. Lebensmonat an die normale Familienkost herangeführt werden.
Für weitere Informationen:
Marita Schmalz, Fachberaterin Ernährung
Tel. 03672 480998
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